03.05.2018 | Heidelberg als digitale Zukunftskommune ausgezeichnet

Land fördert Modellvorhaben von Stadt und Partnern mit 880.000 Euro / Bürgerportal als neues Serviceangebot.

Heidelberg wird als Modellkommune in Baden-Württemberg bei der Entwicklung neuer digitaler Serviceangebote vorangehen: Die Stadt ist am Donnerstag, 3. Mai 2018, in Stuttgart beim Landeswettbewerb „Digitale Zukunftskommune@bw“ als Leuchtturmprojekt ausgezeichnet worden. Thomas Strobl, Minister für Inneres, Digitalisierung und Migration, überreichte die Auszeichnung und eine Förderzusage in Höhe von 880.000 Euro an Stadtdirektorin Nicole Huber, Koordinatorin der digitalen Aktivitäten der Stadt Heidelberg, den Geschäftsführer der Digital-Agentur Heidelberg GmbH Sebastian Warkentin und Manfred Leutz, Abteilungsleiter Informationsverarbeitung beim Personal- und Organisationsamt. Heidelberg plant gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft die Entwicklung und Einführung einer Plattform, die den Bürgerinnen und Bürgern neue, innovative Serviceangebote bietet und zugleich auch für die Stadtverwaltung große Vorteile mit sich bringt. Die Plattform soll als Modellprojekt dienen und auf andere Kommunen im Land übertragbar sein.

„Die Auszeichnung als digitale Zukunftskommune zeigt, dass wir uns auf einem sehr guten Weg befinden. Durch neue, intelligente Technologien bieten sich vielfältige Möglichkeiten, um das tägliche Leben der Bürgerinnen und Bürger weiter zu verbessen und zugleich die Voraussetzungen für Wissenschaft und Wirtschaft in Heidelberg zu stärken. Diese Chancen der Digitalisierung wollen wir nutzen – zum Beispiel durch zusätzliche digitale Serviceangebote für die Heidelbergerinnen und Heidelberger in einem neuen Bürgerportal. Die Förderung durch das Land hilft uns dabei sehr“, sagt Stadtdirektorin Nicole Huber.

Bürgerportal als hilfreiches Angebot im Alltag

Das Heidelberger Modellvorhaben sieht Verbesserungen für die Bürger und in der Verwaltung, bei der digitalen Bildung sowie im Bereich Mobilität und Umwelt vor. Kern ist die neue Multiplattform „MAsH“, die verschiedene innovative Angebote miteinander verknüpfen soll:

  • Bürgerportal: Bürgerinnen und Bürger erhalten dort online für ihre jeweilige Lebenssituation alle wichtigen Serviceinformationen gebündelt. Bürgerinnen und Bürger werden zum Beispiel beim Identifizieren und Ausfüllen der richtigen Anträge oder bei der Suche von Verwaltungsleistungen unterstützt. Der digitale Assistent liefert wichtige Notfallnummern und Ansprechpartner für Beratung und Hilfe in bestehenden Institutionen. Für die Mitarbeiter in den Bürgerämtern bleibt dadurch mehr Zeit für beratungsintensive Vorgänge.
  • Mobiles Medien- und Digitallabor: Ein Info- und Experimentiermobil soll die digitalen Vorteile in den Stadtteilen, in Kindergärten, Schulen und auch Seniorenwohnheimen aufzeigen und für jedermann erlebbar machen. Auch Workshops und andere Veranstaltungsformate sind vorgesehen. Durch die digitale Bildung sollen Ängste und Vorbehalte abgebaut werden. Der Betrieb des mobilen Medien- und Digitallabors ist durch die Stadtbücherei geplant.
  • Intelligenter Winterdienst („WinterSMART“): Sensoren sollen künftig frühzeitig die Gefahr von Glätte auf Straßen und Brücken identifizieren. Dadurch kann der Winterdienst zielgerichteter eingesetzt werden. Der Füllstand von Streugutbehältern soll ebenso digital erfasst werden. Beides ermöglicht eine effizientere Routenplanung für die Streufahrzeuge. Die Qualität des Winterdienstes wird dadurch nachhaltig gesteigert und die Sicherheit im öffentlichen Raum deutlich erhöht.
  • Digital-Lotsen: In allen städtischen Ämtern sollen künftig Mitarbeiter als Ansprechpartner und Multiplikatoren für das Thema Digitalisierung dienen. Die Digital-Lotsen helfen, das gemeinsame Bild einer „Digitalen Stadt“ zu erarbeiten und die Digitalisierung in Heidelberg in all ihren Facetten in die gleiche Richtung voranzutreiben.

Kooperation mit renommierten regionalen und internationalen Partnern

In die neue Multiplattform sollen problemlos weitere Projekte aus anderen Themenbereichen integriert werden. Alle Entwicklungen – die Plattform ebenso wie die konkreten Leistungsangebote – können auch auf andere Kommunen übertragen werden. Die Stadt Heidelberg setzt damit auf neue Formen der Zusammenarbeit, um Lösungen nachhaltig und mit messbarem Effekt in Eigeninitiative zu entwickeln. Heidelberg arbeitet dabei mit hochkarätigen Partnern wie der Metropolregion Rhein-Neckar, der Universität Heidelberg, dem Softwareunternehmen SAP, der Partnerstadt Palo Alto (USA) und dem chinesischen Innovationszentrum Hangzhou zusammen.

Das Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration will mit dem landesweiten Wettbewerb „Digitale Zukunftskommune@bw“ die Potenziale der Digitalisierung gemeinsam mit den Kommunen, Wirtschaft, Wissenschaft und den Bürgerinnen und Bürgern erschließen. Der Wettbewerb wurde geschaffen für kommunale Modellvorhaben, deren Initiatoren eine langfristig angelegte digitale Vision und damit verbundene gesellschaftliche Ziele verfolgen.

Quelle: www.heidelberg.de

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    egp | Entwicklungsgesellschaft Patton Baracks

    Mit dem Heidelberg Innovation Park, kurz dem hip, entsteht in Heidelberg ein Hot-Spot für Innovationen aus den Bereichen IT, digitale Medien und Bioinformatik. Auf dem fast 15 Hektar großen Gelände der ehemaligen Patton Barracks wächst in Heidelberg ein Ort, an dem Ideen entstehen und kreative Köpfe an Lösungen für die digitale Zukunft arbeiten werden. Geplant und realisiert wird der hip von der Entwicklungsgesellschaft Patton Barracks (EGP – ein Unternehmen der Stadt Heidelberg und der Sparkasse Heidelberg). Erste Flächen sind 2019 bezugsfertig und eröffnen interessante Optionen für Käufer und Mieter.

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